Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde.

Anselm von Canterbury

Bestattungsformen

Bestattungen sind Vertrauensangelegenheiten

Bei der Frage nach Grabart und Bestattungsform beachten Sie bitte wiederum persönliche Gesichtspunkte. Was hat sich der Verstorbene selbst gewünscht, was passt zu ihm? Wichtig ist auch, wer später das Grab regelmäßig besuchen und eventuell auch pflegen könnte.

Die Erdbestattung im Sarg ist in Westeuropa noch immer die traditionellste Art der Beisetzung, auch wenn die Tendenz hin zur Kremation mit anschließender Urnenbeisetzung geht. Es gibt heute einige neue Möglichkeiten, besonders im Bereich Naturbestattungen.

Wir beraten Sie gerne unverbindlich zu diesem Thema.

Erdbestattung

Die Erdbestattung im Sarg ist der „Klassiker“ der Bestattungsformen. Sie erfolgt, eventuell nach einer offenen Aufbahrung, auf einem Friedhof. Im Anschluss an die Trauerfeier geleitet die Trauergemeinde den Verstorbenen zum Grab. Der Sarg wird abgesenkt und die Anwesenden treten nacheinander näher, um sich zu verabschieden. Blumen- oder symbolische Erdbeigaben sind üblich. Später wird das Grab vollständig mit Erde bedeckt und mit einem Kreuz oder Grabstein versehen. Kränze, Gestecke und Blumen schmücken das Grab, Anpflanzungen sind möglich und erwünscht. Es kommen mehrere Grabarten infrage. (s. u.)

Feuerbestattung

Bei einer Feuerbestattung kann die Trauerfeier vor der Einäscherung am Sarg oder nach der Einäscherung mit Urne stattfinden. Den Abschluss dieser Zeremonie bildet in beiden Fällen die Urnenbeisetzung. Die Grabarten bei der Feuerbestattung sind vielfältig. (s. u.)

Seebestattung

Eine wasserlösliche Urne wird außerhalb der Dreimeilenzone im offenen Meer beigesetzt, und zwar in nationalen oder internationalen Gewässern. Das Einverständnis des Verstorbenen wird vorausgesetzt, kann aber auch von einem Angehörigen in seinem Namen gegeben werden. Eine Trauerfeier im kleinen Rahmen ist an Bord möglich. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzung als Ersatz für den fehlenden Fixpunkt, den ein Grabstein auf dem Friedhof bietet. Auch Gedenksteine an Schiffsanlegestellen und regelmäßige Gedenkfahrten sind üblich. Wir vermitteln Seebestattungen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Reedereien.

Grabarten bei Erd- und Feuerbestattungen

Wahlgrab

Ein Wahlgrab wird von den Angehörigen nach Lage und Größe ausgesucht und erworben. Ein Höchstmaß an Auswahl und individueller Gestaltung ist möglich. In einem Wahlgrab können mehrere Bestattungen durchgeführt werden, es eignet sich gut als Familiengrabstätte. Die Nutzungszeit liegt zwischen 20 und 40 Jahren, kann aber jederzeit verlängert bzw. nachgekauft werden. Viele Familien sind bereits seit Generationen im Besitz eines Wahlgrabes.

 

Reihengrab

Die Friedhofsverwaltung vergibt diese Grabstätten der „Reihe“ nach, ohne Auswahlmöglichkeit. Ein Reihengrab ist immer ein Einzelgrab, es eignet sich daher nicht als Familiengrabstätte. Die vorgeschriebene Ruhezeit wird zugeteilt und muss eingehalten werden. Auch eine Nutzungszeitverlängerung ist nicht möglich. Die Nutzungsrechte des Reihengrabes gehen nach Fristablauf zurück an die Friedhofsverwaltung, es wird daraufhin aufgelöst.

 

Grabarten bei Feuerbestattungen

 

 

Anonymes Grab

Die Urne wird ohne Kennzeichnung auf einer weitläufigen Rasenfläche beigesetzt, nur die Friedhofsverwaltung kennt diese Stelle. Die Beisetzung findet in Abwesenheit der Angehörigen statt. Die Trauerarbeit kann erschwert werden, da den Angehörigen neben der konkreten Verabschiedung auch ein Bezugspunkt zum Andenken fehlt.

Pflegefreies Grab

Die Beisetzung der Urne erfolgt in einem Rasenfeld, eine flache Grabplatte kann das Grab bedecken. Die Rasenpflege wird von der Friedhofsverwaltung übernommen.

 

Neue Alternativen bei Feuerbestattung

 

Baum- und Naturgräber

Auf bestimmten Friedhöfen, in ausgewiesenen Friedwäldern®, RuheForst® Wäldern, Almwiesen oder an Bergbächen, z. B. der „Oase der Ewigkeit“ in der Schweiz, können Urnen beigesetzt oder die Asche kann frei verstreut werden. Der natürliche Charakter des Gebietes muss erhalten bleiben. Auch hier entfällt eine Grabpflege.

Ballonbestattung

Über einigen unserer Nachbarländer (Frankreich, Holland, Schweiz) ist es erlaubt, die Asche des Verstorbenen bei einer Fahrt mit einem Ballon zu verstreuen. Mit dem deutschen Bestattungsgesetz ist dies nicht vereinbar.

Diamantbestattung

Seit einigen Jahren ist es möglich, die Asche des Verstorbenen zu einem Diamanten formen zu lassen. Dieser kann dann zu einem einzigartigen Schmuckstück weiterverarbeitet werden. Der Prozess dauert je nach Größe (Karat) 3 bis 12 Monate. Dieser Erinnerungsdiamant ist chemisch und physikalisch ein echter Diamant. Unser Partner aus der Schweiz, die Firma Algordanza (lat. für Erinnerung), erfüllt diesen extravaganten Wunsch.

www.algordanza.ch

Weltraumbestattung

Möchten Sie einen Teil der Asche ins Weltall schicken? Sie können wählen, ob die Asche auf den Mond geschickt, endlos durchs All fliegen oder auf eine erdnahe Umlaufbahn gebracht werden soll.

Es gibt noch weitere ungewöhnliche Bestattungsformen und Erinnerungsschmuckstücke, über die wir Sie auf Wunsch informieren. Nicht jeder Friedhof in unserer Region verfügt über alle aufgezählten Möglichkeiten. Wir helfen Ihnen gerne bei Ihrer Entscheidungsfindung und bei der Suche nach dem geeigneten Ort.

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